Über uns

Wir essen. Mindestens dreimal am Tag.
Aber von wo kommen unsere „Mittel zum Leben“ eigentlich?
Was hat unser gefüllter Teller mit Umwelt, Klima und Regionalentwicklung zu tun?
Und nicht zu vernachlässigen ist die Frage nach dem Geschmack: Schmecken wir noch?

Sensibilisierungsarbeit, Schulungen und durch den aktiven Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Lebensmittelproduktion, zu denen Produzenten, Gastronomen, Einzelhändler und die Konsumenten selbst gehören. Unser großes Ziel ist es, durch interaktive Lerneinheiten, Workshops und individuelle Aktivitäten das Essen mit allen Sinnen zu (er)leben, die Freude und Neugierde am Essen zu fördern und ein Bewusstsein für eine nachhaltige Esskultur zu schaffen.

Das Fundament der École du Goût

Begonnen hat die Geschichte der École du Goût im Jahr 2007 mit dem ehemaligen Landwirtschaftsberater des Naturpark Our Luc Jacobs, welcher sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder in jungen Jahren für den Geschmackssinn zu begeistern

– ganz nach dem Vorbild der von Jacques Puisais entwickelten „Classes du Goût“ in Frankreich. In Zusammenarbeit mit dem Institut du Goût in Paris, wurden über die Jahre spezifische Lerneinheiten ausgearbeitet, welche auf den multidisziplinären Forschungen und wissenschaftlich erprobten Methoden der „éducation au goût de l‘enfant“ basieren (https://www.institutdugout.fr/). Diese Lerneinheiten wurden erfolgreich in Maison Relais und Schulen angeboten und wurden zum Fundament des Projekts École du Goût.

Pädagogik

In der Pädagogik die wir verfolgen, wird jedem Individuum ein zentraler Platz eingeräumt. Das Ziel unserer Verkostungen ist, dass jeder Einzelne die Möglichkeit geboten bekommt

, sich selbst besser kennenzulernen und sich im Rahmen des gegenseitigen Respekts der unterschiedlichen Entscheidungen in seinem gesellschaftlichen Umfeld besser positionieren kann. Die Vorteile welche sich durch diese Methodik ergeben sind vielfältig: Die Bereicherung des sensorischen Vokabulars, der Gewinn an Selbstvertrauen und Ausdruckskraft, eine Reduzierung der Neophobie gegenüber Lebensmitteln und der Aufbau neuer Kenntnisse über Lebensmittel, die eigene Umwelt und sich selbst als eigenständiges Individuum.

Und wieso „Schmaachschoul fir Lëtzebuerg“ ?

Die Pädagogik der französischen „Classes du Goût“ in Luxemburg umzusetzen und somit Kinder schon in frühen Jahren für den Geschmackssinn und gesundes Essen zu sensibilisieren, entpuppte sich als großer Erfolg. Es hat sich aber auch herausgestellt

,dass Luxemburg eine sehr eigenständige Esskultur und unterschiedliche Wertvorstellungen bezüglich des Handwerks und der Lebensmittelproduktion besitzt. Über die Jahre wurde das pädagogische Programm also verstärkt an die luxemburgische Esskultur angepasst, lokale Traditionen und Handwerk mit aufgenommen, die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren der Lebensmittelkette verstärkt und entwickelte sich so zur ganz eigenen „Schmaachschoul fir Letzebuerg“. Seit 2018 wird ebenfalls verstärkt auf Themen wie Regionalität und Nachhaltigkeit Wert gelegt um das Projekt ganzheitlich abzurunden.

An dieser Stelle möchten wir Luc Jacobs, ohne den es die École du Goût heute nicht geben würde, unseren größtmöglichen Dank aussprechen. Danke Luc!